Autofasten - Ein wichtiger Baustein für die Bewahrung der Schöpfung

Wir umrunden die Welt mit Bus und Bahn, zu Fuß und per Fahrrad. (01. März bis 15. April 2017)

„Neue Sichtweisen entwickeln“, das ist laut Cornel Hüsch, stellvertretender Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, das Ziel der Autofasten-Aktion, die der Diözesanrat ganz konkret im Rhein-Kreis Neuss in der Fastenzeit 2017 unterstützt. Keine halben Sachen gibt es daher zur Premiere im Kreisdekanat.

Mal eben zum Bäcker, flugs zur Post - auf vielen Kurzstrecken wird mit dem Auto die Luft verunreinigt. „Oftmals Bequemlichkeit“, sagt Hüsch, stellv. Vorsitzender des Diözesanrates, Mitinitiator und Unterstützer des AutoFastens.
Zigaretten, Alkohol, Schokolade - das sind Verzichts-Klassiker in der Fastenzeit. Seit einigen Jahren gibt es auch das AutoFasten. Menschen verzichten in der Fastenzeit aufs Auto, wenn es auch anders geht. Ziel ist es, das Verhalten zu verändern.

„Fasten heißt nicht Askese“, erklärt Cornel Hüsch. Die Menschen sollen sich aber bewusster in ihrer Umwelt bewegen und natürlich auch, wenn möglich, einmal mehr umsteigen. „Die Fahrt mit dem Auto zum Bäcker ist für Autofaster natürlich tabu!“ Blind ist der Diözesanrat aber nicht gegenüber der Realität, die Mobilität verlangt: Fahrgemeinschaften bilden oder Car-Sharing nutzen können da gute Alternativen sein. Die Erfahrung zeige, so Hüsch, dass 60 Prozent der Mitfaster ihr Mobilitätsverhalten ändern würden.

Es gehe dabei nicht um den absoluten Verzicht auf das Auto, erklärt der stellvertretende Vorsitzende, sondern darum, sich Gedanken zu machen – und bewusst zu entscheiden, ob diese oder jene Fahrt wirklich nötig ist, oder ob es Alternativen gibt. Dabei könne man auch "ein Zeichen setzen für den Klimaschutz", und darüber mit den Menschen in der unmittelbaren Umgebung ins Gespräch kommen. Die Schöpfung zu bewahren sei ein "maßgeblicher Teil" des Auftrags von Christen, erklärt Hüsch. Die Aktion AutoFasten im Rhein-Kreis Neuss sei dafür eine "kreative Idee". "Wir können und sollen uns zutrauen, durch unser Verhalten Veränderungen herbeizuführen", so Hüsch weiter. Dies beginne oft mit kleinen Schritten, wie der Frage, wie oft man das Auto wirklich nutzt.

Die Aktion AutoFasten ist eine wichtige Aktion um Bewusstsein zu schaffen. Zudem tut man beim Verzicht auf bloße Bequemlichkeit – was jeder für sich entscheiden muss – nicht nur etwas für die Umwelt. Es ist auch gut für die eigene Gesundheit, wenn man etwa zu Fuß ginge oder Fahrrad fährt. So kann die Aktion AutoFasten auch langfristig wirken.

Zur Unterstützung der Teilnehmenden wird ein Auto-Fasten-Ticket der Stadtwerke Neuss angeboten Es wird ein Fahrrad-Pilgern von Neuss nach Köln geben, Gottesdienste und Fastenessen zum AutoFasten werden durchgeführt und viele andere Aktionen mehr.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.autofasten-neuss.de

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