Anregungen für den Pfarrgemeinderat

Hier können sie das Formular "Adressenliste" Sachausschuss - Leiter/innen (Excel - Formular) herunterladen:

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Vorbemerkungen

Der Pfarrgemeinderat kann nicht alle Aufgaben, die ihm wichtig erscheinen, selbst wahrnehmen. Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, sich ergebende  Aufgabenbereiche jeweils einem Sachbeauftragten, besser noch einem  Sachausschuss, zu übertragen. Auf diese Weise ist eine kontinuierliche Arbeit an den in der Gemeinde vorkommenden Fragen und Problemen möglich. Ergibt sich jedoch ein besonderer gesellschaftspolitischer Anlass, z.B. "Welttag des Friedens" oder "Woche für das Leben", so bietet sich dafür die Projektarbeit an.

Wenn für einzelne Schwerpunkte ein Sachbeauftragter bestimmt wird, braucht dieser nicht Mitglied im Pfarrgemeinderat zu sein. Er sollte in jedem Fall Sachkunde besitzen, um dadurch die Arbeit des Pfarrgemeinderates durch besondere Akzentsetzung zu verstärken. Deshalb sollten die Leiter der Sachausschüsse bzw. der oder die Sachbeauftragte, sofern dies sinnvoll erscheint, jeweils zu den Sitzungen des Pfarrgemeinderates eingeladen werden. Hier können sie über die Arbeit berichten und Aktionen koordinieren.



Als Hilfe und zur Orientierung für Sie haben wir unterschiedliche Arbeitsfelder ausgewählt und kurz beschrieben. Diese möglichen Aufgabenbereiche stellen wir Ihnen vor, um aufzuzeigen, was im einzelnen getan werden kann. Außerdem wollen wir Ihre Entscheidung bei der Setzung von Schwer-punkten vor Ort erleichtern.

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1. Arbeit mit älteren Menschen

Zur Situation:



In der Altenarbeit unserer Pfarrgemeinde ist zur Zeit ein "Generationswechsel" festzustellen. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte, durch gestiegenen Wohlstand und die Fortschritte auf medizinischem Gebiet haben die "neuen Älteren" ab dem 60. Lebensjahr häufig andere Interessen entwickeln können, als es früheren Generationen möglich war. Viele von ihnen verfügen weiterhin über ein hohes Maß an Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft. Sie verspüren wenig Neigung, die bewährten Altentreffen aufzusuchen.

Zielsetzung:

Die Altenarbeit in den Pfarrgemeinden muss neue Wege gehen, dafür lassen sich Grundsätze formulieren:



1. Für eine Mitarbeit in Gremien und Arbeitskreisen der Gemeinde sind Ältere nicht zu alt, sondern hier ist ein Feld für ihre verantwortliche Mitarbeit. Ihre lebenslang eingeübten Neigungen und Fähigkeiten sowie ihr Vorrat an freier Zeit sollen für die Pfarrgemeinde genutzt werden. Es gilt, wie auch für andere Altersgruppen: günstig sind konkrete, überschaubare und zeitlich befristete Aufgaben.



2. Die "jungen Alten" haben gelernt - stärker als frühere Generationen, ihre Themen und Aktivitäten nach ihrem Interesse auszuwählen und sich weniger an der Gruppe der Gleichaltrigen auszurichten. Daher wird die Altenarbeit der Zukunft differenzierter und vielgestaltiger aussehen: in vielen Lern-, Freizeit- und Arbeitsgruppen werden jüngere und ältere Menschen gemeinsam ihren Neigungen nachgehen. Es entstehen Selbsthilfe- und Hobbygruppen, für die in der Pfarrgemeinde Raum und Zeit sein sollte. Sie verlangen nicht nach Betreuung, sondern gründen auf Eigeninitiative.



3. Auch weiterhin bedürfen spezielle Notlagen selbstverständlich angemessener Hilfe: Behinderung, Armut, Einsamkeit, Krankheit. Hier ist fachliche, aber auch freiwillige, "ehrenamtliche" Hilfe gefragt und am Platze.



4. Nur 4 - 5 % aller über 60-jährigen Menschen leben im Altenheim; selbst bei den über 90-jährigen ist es nicht einmal ein Viertel. Die Altenheime sind auf eine gute Zusammenarbeit mit der benachbarten Pfarrgemeinde angewiesen; es gibt vielfältigen Bedarf an ehrenamtlichen Hilfen. Darüber hinaus ist es wichtig, Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, die es können und mögen, am Pfarrleben außerhalb des Heimes teilhaben zu lassen.



5. Die bestehenden Altenclubs sind weiterhin beliebte Treffpunkte, vor allem im höheren Lebensalter.



6. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Altenclubs können die neuen Aufgaben nicht zusätzlich übernehmen. Bei den Aktivitäten der "jungen Alten" wird es keine Zweiteilung in (jüngere) "Veranstalter" und (ältere) "Konsumenten" mehr geben. Leitungsaufgaben werden von gleichaltrigen Gruppenmitgliedern übernommen, die in solchen Funktionen geübt sind. Es ist wichtig, dass die neuen Alteninitiativen auch im Pfarrgemeinderat und seinen Ausschüssen angemessen repräsentiert sind.



Hilfen:



Mitglieder des Sachausschusses "Altenwerk" des Diözesanrates sind auf Anfrage gerne bereit, Beratungen vor Ort durchzuführen.

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2. Arbeitswelt, Wirtschaft und Soziales



Zur Situation:

Nach christlichem Selbstverständnis ist Arbeit eine zentrale Grundbestimmung des menschlichen Lebens. Arbeit ist aus christlicher Sicht an den Schöpfungsauftrag Gottes gebunden. Der Mensch ist Teil der Schöpfung; durch seine Tätigkeit wirkt er am Schöpfungsauftrag mit. Schöpfung ist das Tätigkeitsfeld des Menschen.



Jeder Mensch ist gewürdigt und verpflichtet, am göttlichen Schaffen, das unsere Welt hervorbringt und erhält, mit seinem Handeln und Wirken teilzunehmen. In diesem Sinn ist Arbeit tätige Bejahung des von Gott geschenkten menschlichen und kreatürlichen Daseins in der Welt. Damit ist die menschliche Arbeit zugleich auf ihre Grundlage verwiesen. Der Schöpfung entnehmen die Menschen jegliche Mittel und Ressourcen, mit denen, auch mit Blick auf zukünftige Generationen, verantwortlich umzugehen ist.



An diesem umfassenden Arbeitsbegriff, an dieser schöpfungsgemäßen und menschenwürdigen Ausrichtung der Arbeit muss sich auch die Arbeit in unserer Gesellschaft messen lassen.



In den auslaufenden Industriegesellschaften sind die ökonomischen und politischen Kräfte nicht mehr in der Lage, Vollbeschäftigung zu erreichen. Deshalb fragen die Kirchen, ob die herkömmlichen volkswirtschaftlichen Theorien und Modelle die Ursachen und Wirkungszusammenhänge, die Arbeitslosigkeit hervorrufen, noch richtig erfaßt und dargestellt sind:


  • indem u.a. für die überwiegende Zahl der Menschen in unserer Gesellschaft die Erwerbsarbeit das einzige Mittel der persönlichen Existenzsicherung bedeutet;
   
  • indem der individuelle und gesellschaftliche Lebensrhythmus an Zeitstrukturen ausgerichtet ist, die durch die Organisation der Erwerbsararbeit vorgegeben sind.

  

Zielsetzung:



Das Thema "Arbeit heute und in der Zukunft" muss zu einem Schlüsselthema in den Pfarrgemeinderäten gemacht werden.
 Ein Sachausschuss "Kirche-Arbeitswelt und Soziales" des Pfarrge-meinderates kann hier weichenstellend sein.
 Ein Sachausschuss "Arbeit und Soziales" des Pfarrgemeinderates kann deshalb eine Situationsanalyse erstellen, die sich an folgenden Fragen orientiert:
   

  • Wie ist die Beschäftigungsstruktur in unserer Gemeinde?

  • Wo arbeiten die Gemeindemitglieder, in Betrieben, in Verwaltungen, in Einzelhandelsgeschäften?

  • Welche Betriebe und Verwaltungen gibt es?

  • Wo arbeiten die Jugendlichen, Auszubildenden? Haben wir Kontakt zu Ausbildungsbetrieben?

  • Wie viele Frauen sind berufstätig? Wo und was arbeiten sie?
 
  • Welche Gruppe ist von Arbeitslosigkeit am meisten betroffen?

  • Arbeiten wir mit den Sozialverbänden BKU, KAB, Kolping usw. zusammen?


Aufgrund dieser und ähnlicher Analysen lassen sich weitere Arbeitsschritte entwickeln, vor allem können wir den Betroffenen weiterhelfen.

   

Hilfen:


Mitglieder des Sachausschusses "Arbeitswelt, Wirtschaft und Soziales" des Diözesanrates sind auf Anfrage gerne bereit, bei der Arbeit vor Ort zu orientieren und Unterstützung anzubieten.

3. Ausländische Mitbürger/Flüchtlinge

Zur Situation:



Sachausschüsse "Ausländische Mitbürger" oder "Beauftragte" für diesen Bereich, existieren in unseren Pfarrgemeinden noch viel zu selten. Wo es sie gibt, sind vielfach sehr engagierte Christen am Werk, die auch über den gemeindlichen Horizont hinaus tätig werden.

   

Zielsetzung:



Hauptaufgabe ist es, Brücken zu bauen zwischen Fremden und Einheimischen. Fremdheitsempfinden haben auch die Deutschen - nicht nur ausländische Mitbürger. Des weiteren geht es nicht nur um Information, sondern um den persönlichen Umgang und die Erfahrung mit ausländischen Mitbürgern, die dadurch vertrauter werden. Den Einheimischen fehlen vielfach Informationen über persönliche und kulturelle Hintergründe der ausländischen Mitbürger oder Flüchtlinge. Das führt zu Distanz und Unsicherheit im gegenseitigen Umgang. Darum gilt es, beiderseits als Ansprechpartner zu wirken und wo nötig, Hilfen zu vermitteln sowie das Miteinander im gemeindlichen Leben zu fördern.


Eine Zielgruppe, die besonders darauf angewiesen ist, Aufnahmebereitschaft zu spüren und praktisch zu erleben, sind die ausländischen Flüchtlinge. Hier bietet sich häufig eine Zusammenarbeit in ökumenischen Arbeitskreisen an.

   

Hilfen:

   

Anregungen und Hilfen zur Durchführung eines breiten Spektrums an möglichen Aktivitäten bietet der Sachausschuß "Ausländische Mitbürger" des Diözesanrates
   

  • in Form von Handreichungen und Hinweisen auf Publikationen zur Arbeit mit Fremden,
   
  • durch persönliche Beratung,
  
  • durch jährliche Tagungen zum Austausch von Erfahrungen und zur Weiterbildung in aktuellen Fragen.



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4. Pfarrbesuchsdienst

 

Zur Situation:



In einer Gesellschaft, in der Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und kulturelle Fremdheit zu den Grunderfahrungen vieler Menschen gehören, gewinnt menschliche Nähe immer mehr an Bedeutung. Durch die entstandenen Seelsorgebereiche und Pfarrverbände fehlt oft auch der Seelsorger/die Seelsorgerin als Ansprechpartner. Daher kommt den Besuchsdiensten eine immer größere Bedeutung zu.


Mitarbeiter/-innen eines Besuchsdienstes, die sich in ihrer Arbeit auf unterschiedliche Zielgruppen hin orientieren und sich bewusst auf Menschen einlassen, auch auf solche, die mancherlei Enttäuschungen erlebt haben - und neuen Lebensmut brauchen, können durch Offenheit und Verständnis gegenüber den Besuchten häufig zu einem neuen Anfang ermutigen.

   

Zielsetzung:



Wesentliches Ziel der verschiedenen Besuchsdienste einer Gemeinde ist es, ein Netz von Beziehungen zu knüpfen, damit Menschen in schwierigen Lebenssituationen erfahren können, dass hier "Menschen für Menschen" da sind, um zuzuhören, ihnen in Situationen existentieller Not beizustehen und die Nähe Gottes in Jesus zu verdeutlichen.


Die Mitglieder von Besuchsdienstgruppen sollten sich regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen und miteinander und voneinander zu lernen. Nicht weniger wichtig ist, daß jede Mitarbeitergruppe für sich selbst und ihren Dienst nach einer Grundorientierung vom Evangelium her fragt und sich bemüht, vom Evangelium zu leben, weil allein von daher ihre Glaubwürdigkeit kommen kann. Es ist für die Präsenz von Kirche in einer "weltlichen" Welt ein ermutigendes Zeichen, wenn engagierte Laien gerade in den Besuchsdiensten ihre Aufgabe entdecken.



Hilfen:



Anregungen für diese Arbeit, auch wenn sie erst begonnen werden soll, bietet der Sachausschuss "Pfarrbesuchsdienst" des Diözesanrates. Auf Anfrage werden auch Beratungen vor Ort durchgeführt. Die Arbeitshilfe für Besuchsdienste wird auf Anforderung zugeschickt.

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5. Ehe und Familie

Zur Situation:

Das gesellschaftliche Umfeld ist für Familien schwieriger geworden. Das drückt sich in der Erwartung aus, unsere Gesellschaft möge kinderfreundlicher werden. Deshalb kommt einer Arbeit mit Familien im Bereich von Gemeinde und Kirche besondere Bedeutung zu.



Zielsetzung:


Ein Sachausschuss "Ehe und Familie" kann dazu beitragen, dass sich junge Familien zu Gesprächskreisen zusammenfinden und sich bei der Erziehung ihrer Kinder gegenseitig ermutigen. Besonders wichtig ist es, dass nicht nur in der Familie, sondern auch in Gemeinde und Gottes-dienst kindgerechte Formen des Miteinanders gelebt und erfahren werden können. Die Zielgruppe alleinerziehender Mütter oder Väter verdient mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Auch die Situation wiederverheirateter Geschiedener gilt es zu bedenken und ihnen gegenüber eine offene Haltung einzuüben.



Hilfen:



Die Broschüre "Wer Kinder liebt, hilft ihren Eltern" kann kostenlos angefordert werden.

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6. Erwachsenenbildung

Zur Situation:



Erwachsene in Gemeinde erleben gelegentlich, daß sie zu un-terschiedlichen aktuellen Fragestellungen in Gesellschaft und Kirche über zu wenig gesicherte Informationen verfügen, um sich eine persönliche Meinung bilden zu können.
Deshalb gilt es, in der Arbeit mit Erwachsenen auf Gemeindeebene Anlässe zu schaffen, damit Gemeindemitglieder über sie bewegende Fragen miteinander ins Gespräch kommen können. Im Rahmen des Pastoralgesprächs im Erzbistum Köln gab es hier vielerorts ermutigende Erfahrungen.



Zielsetzung:



Ein Sachausschuss "Erwachsenenbildung" des Pfarrgemeinderates wird es als seine Aufgabe ansehen, auf thematische Angebote zur Weiterbildung hinzuweisen, aber ebenso vor Ort zu klären, welche Anliegen und thematischen Schwerpunkte verschiedene Zielgruppen in der Gemeinde haben. Im Bereich der Gemeindekatechese wird es zunehmend auch darum gehen, nicht nur die Elternarbeit für die Dauer der Vorbereitung auf die Sakramente zu verstärken, sondern Erwachsenen in der Gemeinde die Möglichkeit zu bieten, in der Weitergabe des Glaubens eigene Erfahrungen zu machen, wobei gerade Erfahrungen in Alltagssituationen Aspekte des persönlichen Glaubens verdeutlichen können.



Hilfen:



Thematische Angebote machen die örtlichen Bildungswerke. Sie bieten außerdem Hilfen an, wenn Gesprächsabende vor Ort geplant und durchgeführt werden.

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7. Feste und Feiern

Zur Situation:



Feste und Feiern sind ein Ausdruck von Lebensfreude und gehören deshalb ganz wesentlich zum Lebensrhythmus der Menschen in Familie und Gemeinde. Hier sollten auch ausländische Mitbürger einbezogen werden, die das Leben in der Gemeinde bereichern.



Zielsetzung:



Ein Sachausschuss "Feste und Feiern" des Pfarrgemeinderates kann im Verlauf eines Jahres Anlässe zu Begegnung und Feier schaffen. Das fast überall traditionelle Pfarrfest ist besonderer Anlass zur Begegnung. Aber oft sind es ebenso einmalige Ereignisse, wie Hochzeit, Taufe, Erst-kommunion und Firmung, die Gemeindemitglieder und die ganze Gemeinde festlich begehen. Ein Sachausschuss kann aufgrund von Erfahrungen (Festidee, umweltfreundliche Realisierung) seine Hilfe zur Gestaltung solcher Feste anbieten.



Hilfen:



Oft bieten Nachbargemeinden oder Jugendämter Anregungen zur Gestaltung von Festen. Zu prüfen ist der Einsatz eines Geschirrmobils, die Verwendung von Nahrungsmitteln aus der Region und aus ökologischem Anbau. Der Diözesanrat Köln empfiehlt besonders den Ausschank von Transfair-Kaffee und -Tee.

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8. Frieden, Entwicklung, Mission

Die Bereiche "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" zählen heute zu den zentralen Lebensfragen der Menschheit. Als Christen sind wir herausgefordert, unseren Beitrag zur Verwirklichung von Gerechtigkeit und Frieden sowie zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten. Uns ist es aufgetragen, die Botschaft vom "Evangelium des Friedens" in die Welt hineinzutragen (Mission).



Zielsetzung:



Zu den Aufgaben gehört es, die eigene Gemeinde für christ-liche Lebensfragen zu sensibilisieren. Ursachen von Unfrieden, Ungerechtigkeit und Zerstörung der Schöpfung sind zu ergründen, konkrete Schritte des Handelns für einzelne in der Gemeinde vorzustellen.


Als Anstöße zum Nach- und Umdenken ergeben sich die Gestaltung von kirchlichen Aktionen wie Adveniat, Misereor, Sonntag der Weltmission oder Tage, die im Kirchenjahr einen Themenschwerpunkt aufgreifen, wie z.B. der Weltfriedenstag. Im Blick auf die Weltkirche sollten Christen Anwalt für Menschenrechte sein. Auch die Kampagne "Erlassjahr 2000 - Entwicklung braucht Entschuldung" fordert dazu auf, sich als Christen zu engagieren



Hilfen:



Als Hilfe zur Ideenfindung und zum Erfahrungsaustausch bietet der Sachausschuss "Frieden, Entwicklung, Mission" des Diözesanrates und das Referat Pfarrgemeinderäte Studientage und Seminare an.

Bei Veranstaltungen vor Ort kann die Mitarbeit von Mitgliedern des Sachausschusses erbeten werden.
Die Arbeitshilfe zu den Schwerpunkten "Frieden, Entwicklung, Mission" wird auf Anforderung zugeschickt.
Neben der Verwendung von Transfair-Produkten empfiehlt der Diözesansachausschuss den Einsatz des Café-Parcours (Ausstellung und Einsatzmöglichkeiten zum Thema "gerechter Kaffee". Die Ausstellung kann gegen einen Unkostenbeitrag von 50,- DM ausgeliehen werden bei:


Erzbistum Köln
Hauptabteilung-Weltkirche
Markus Perger
Marzellen-straße 32
50668 Köln
Tel:. (02 21) 16 42-16 23
Fax: 16 42-15 75;
E-Mail: missio-koeln(at)t-online.de

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9. Gemeindliche Caritasarbeit

Zur Situation:



Neben Gottesdienst und Verkündigung ist die Caritasarbeit eine der Grundsäulen im Leben der Gemeinde. Die Sorge um Kranke, Arme und Bedürftige ist seit jeher ein glaubwürdiges Zeugnis christlicher Liebe.


Heute kommen neue Formen liebender Fürsorge hinzu, denn die Not kinderreicher Familien, Obdachloser, Drogenabhängiger, Migranten, vereinsamter und armer Menschen nimmt ständig zu.



Zielsetzung:


Die Aufgabe eines Sachausschusses "Gemeindliche Caritas-arbeit" kann deshalb vor allem darin liegen, das je unterschiedliche "Gesicht" der Armut heutiger Menschen wahrzunehmen, sie situationsgerecht zu begleiten und ihren Lebensmut zu stärken.



Hilfen:



Die regionalen Caritasverbände sowie der Caritasverband des Erzbistums Köln bieten Orientierung und Hilfe an.

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10. Gesellschaft, Staat, Kirche

Zur Situation:



Der Sachausschuss "Gesellschaft, Staat, Kirche" ist ein "politischer" (nicht parteipolitischer) Fachkreis des Pfarrgemeinderates. Ganz gleich ob es sich um Themen aus dem Bereich der Kirche, aus dem Stadtbezirk, der Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik handelt – entscheidend ist der Bezug zur Gemeinde.

    Zielsetzung:



Ein Sachausschuss "Gesellschaft, Staat, Kirche" des Pfarrgemeinderates kann

   

  • Stellungnahmen und Pressemitteilungen im Auftrag des Pfarrgemeinde rates erarbeiten. Aktuelle Kürzungen treffen auch die Kirche und ihre Einrichtungen. Informieren Sie sich über die Hintergründe, sprechen Sie mit Befürwortern und Gegnern. Formulieren Sie einen auf die Zielgruppe (Entscheidungsträger in der Kommune, Lokalzeitung, Lokalfunk, Pfarrzeitung) abgestimmten Entwurf, der im PGR diskutiert und verabschiedet wird.
   
  • zur Bewusstseinsbildung in der Gemeinde beitragen. Durch eine Stellungnahme und deren Diskussion werden Mitglieder im Sachausschuss und Pfarrgemeinderat mit der Materie vertraut. Diese erweiterte Sicht einer Frage können Sie auch auf die Gemeinde übertragen. Ein "überregionales" Beispiel mit direktem Bezug: "Familienförderung". Welchen Wert haben Erziehung und Familie für unsere Gesellschaft? Organisieren Sie auf Gemeindeebene (in Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, im Seelsorgebereich oder anderen Gruppierungen) Podiumsdiskussionen mit Vertretern unterschiedlicher Meinungen.
  
  • die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen suchen. Scheuen Sie nicht den Kontakt und die Kooperation mit anderen kirchlichen oder außerkirchlichen Gruppen. Ohne auf eigene Identität zu verzichten, erweitern Sie den Wirkungskreis christlicher Überzeugungen im gesellschaftspolitischen Kontext.



Selbst wenn Sie weltliche Probleme behandeln, gehören Meditation und Gebet zur Bewusstseinsbildung, auch in diesem Sachausschuss.



Hilfen:



Auf Anforderung sind Mitglieder des Sachausschusses "Gesellschaft, Staat, Kirche" des Diözesanrates gerne bereit, die Arbeit vor Ort zu orientieren und zu unterstützen. Sprechen Sie darüber hinaus Fachleute und Interessierte zu thematischen Veranstaltungen vor Ort an.

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11. Jugend

Zur Situation:



Kinder und Jugendliche spiegeln in ihrem Verhalten deutlich wider, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Sie sehen sich einer Flut von Angeboten zur Gestaltung ihrer Freizeit gegenüber: im Bereich von Sport, Spiel, Musik und Fernsehen.



Zielsetzung:



Es kommt diesem Ausschuss zu, die Interessen der Jugendlichen und der Kinder in die Arbeit des Pfarrgemeinderates und der Gemeinde einzubringen. Er befasst sich mit den Themen und Fragen junger Leute. Er will Probleme Jugendlicher klären helfen, Jugendarbeit koordinieren, nicht aber von oben herab beeinflussen. Die bestehenden Gruppierungen innerhalb der Jugend wird er unterstützen, die Interessen der Jugendlichen gegenüber den Erwachsenen vertreten.


Dort, wo es bisher noch keine Jugendarbeit gibt, kann der Sachausschuss die Initiative ergreifen und beim Aufbau mit den Jugendlichen zusammenarbeiten (Subsidiaritätsprinzip).

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12. Liturgie - Katechese

Zur Situation:



In fast allen Gemeinden bestehen "Liturgiekreise" mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie tragen dazu bei, dass neben der Eucharistiefeier für verschiedene Zielgruppen auch andere Formen der Gestaltung von Gottesdiensten und Feiern mit der Gemeinde an Raum gewinnen.
Ein bedeutsames Element der Gottesdienste einer Gemeinde ist die Katechese. Es erscheint wichtig, christliche Glaubensinhalte in unterschiedlichen Lebenssituationen auch über neue Formen zu vermitteln und weiterzugeben, damit in Gottesdiensten und Gruppen der Gemeinde Nähe und Hoffnung in Jesus erfahrbar werden.


Zielsetzung:



Aufgabe eines Sachausschusses "Liturgie" des Pfarrgemein-derates kann es deshalb sein, sich zunächst über verschiedene Initiativen innerhalb der Gemeinde zu informieren, sich für "Liturgie" in allen ihren Formen zu interessieren, den Pfarrer zu beraten, selbst unterschiedliche Aufgaben im Gottesdienst wahrzunehmen und Vorschläge zur Gestaltung der vielfältigen Formen von Gottesdienst zu erarbeiten.



Hilfen:



Das Jahresprogramm des Referates Pfarrgemeinderäte des Diözesanrates bietet mehrere Möglichkeiten der Weiterbildung im Bereich von Gottesdienst und Liturgie an.
Hilfen zur Arbeit vor Ort vermittelt ebenso das Referat "Liturgie und Kirchenmusik" der

Abteilung Gemeindepastoral des Erzbischöflichen Generalvikariates
Marzellenstr. 32
50668 Köln
Tel. (02 21) 1642 -0

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13. Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde

Zur Situation:



Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden darf sich nicht auf die Herausgabe des Pfarrbriefes beschränken. Öffentlichkeitsarbeit ist mehr.
Daher wird empfohlen, neben dem Redaktionsteam für den Pfarrbrief, einen Sachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit zu bilden, mindestens aber einen Sachbeauftragten zu bestellen.



Zielsetzung:



Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört alles, was der Information nach innen und nach außen sowie der Kontaktaufnahme dient. Einige Beispiele seien genannt:

  • Pfarrbriefarbeit
  • einschließlich der Pfarrnachrichten

  • Presse- und Radioarbeit
   
  • Pfarrprospekt
   
  • Jahresprogramm, Nutzung des Internets
   
  • Schaukasten
  • Schwarzes Brett, Plakate, Schriftenstand
   
  • Durchführung von Veranstaltungen: monatliche Treffs, Pfarrfest, Pfarrausflug, Neujahrsempfang, Pfarrversammlung u.a.m.
   
  • Werbung für Wahlen zum Pfarrgemeinderat oder zum Kirchen- vorstand
   
  • Zielgruppenveranstaltungen: Mitarbeitertag, PGR-Wochenende, Tag für ausländische Mitbürger, Seniorentage.



Hilfen:



Das Referat Pfarrgemeinderäte des Diözesanrates bietet gemeinsam mit dem Sachausschuss "Medien- und Öffentlichkeitsarbeit" Seminare für Pfarrbriefredakteure und für Öffentlichkeitsarbeit an. Ein besonderer Schwerpunkt bilden Tagungen zu den Themen: Einsatz von PC´s für die Öffentlichkeitsarbeit, Internet.

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14. Ökumene

Zur Situation:



Trotz aller Krisen, in die verschiedene Religionen, Konfessionen und Weltanschauungssysteme in der letzten Zeit geraten sind, geht die Arbeit an und in der Ökumene schrittweise voran - nicht zuletzt ermutigt durch eine Reihe von wichtigen Impulsen zur Ökumene von unserem Papst und durch vielfältige Schritte der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften aufeinander zu. Die drei großen Partner in der Ökumene, die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen und die Kirchen der Reformation, entdecken und teilen miteinander in zunehmendem Maße die Fülle ihres jeweiligen Reichtums.

   

Zielsetzung:



Zentrale Aufgabe eines jeden Sachausschusses "Ökumene" ist und bleibt es, an der Wiederherstellung der zerbrochenen Einheit der Christen mitzuwirken. Zunächst gilt es, den Herrn der Kirche im Gebet um seinen Beistand auf diesem Weg zu bitten.



Dann ist es unabdingbar, dass sich jedes Mitglied eines Sachausschusses "Ökumene" individuell mit den historisch theologischen Zusammenhängen der Trennung vertraut macht und in dauerhafter Beschäftigung mit den verschiedenen Verlautbarungen ökumenischer Kreise der Kirchen den aktuellen Stand ökumenischer Bemühungen im Auge behält. Darüber hinaus gilt es, im Bereich der Pfarrgemeinde eine Bestandsaufnahme des ökumenisch bereits Geleisteten wie auch des ökumenisch Möglichen vorzunehmen. Daraus leiten sich für die praktische Arbeit drei Felder ab:


  1. Der Glaube im ökumenischen Verständnis
  2. Gottesdienst in der Ökumene
  3. Der Dienst an Kirche und Welt.


Hilfen:



Hilfe bei der Durchführung dieses breitgefächerten Arbeits-spektrums bietet der Sachausschuss "Ökumene" des Diözesanrates in Zusammenarbeit mit dem Referat Pfarrgemeinderäte an. Eine Handreichung zur Arbeit in der Ökumene liegt seit 1994 vor, seit 1995 gar in 2. Auflage.


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15. Bewahrung der Schöpfung

Zur Situation:



Die Bewahrung der Schöpfung ist für uns Christen eine bi-blisch begründete Aufgabe. Dennoch wird trotz allgegenwärtiger Diskussion der Umweltproblematik noch nicht überall und nicht immer an den Umweltschutz gedacht. Auch in vielen Pfarrgemeinden besteht – aufgrund äußerer Zwänge, anderer Prioritäten oder einfach aus Unkenntnis – noch Nachholbedarf.



Zielsetzung:



Durch den Umweltbeauftragten eines Pfarrgemeinde-rates oder durch einen Sachausschuss kann immer dann, wenn in Gemeinden geplant, gebaut, gekauft, instandgesetzt, verwaltet oder gefeiert wird - kurz: im gesamten Leben der Pfarreien – auf die Belange der Umwelt hingewiesen werden. Durch Informationen über ökologische Zusammenhänge lässt sich der Gedanke zur Bewahrung der Schöpfung wachhalten. Auch sollte der PGR über diesen Sachausschuss klären, wie er sich an dem Prozess "Agenda 21" in der eigenen Zivilgemeinde beteiligen kann.



Hilfen:



Die Umweltkommission des Diözesanrats steht auf Anfrage beratend zur Verfügung und führt darüber hinaus mit dem Referat Pfarrgemeinderäte Veranstaltungen zur Thematik "Bewahrung der Schöpfung" durch.

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16. Aussiedler

Zur Situation:



Aussiedler sind deutsche Staatsangehörige oder deutsche Volkszu-gehörige, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, aus Polen, der GUS, Rumänien, der CSFR, Ungarn, Bulgarien etc. heute zu uns kommen. Das größte Problem bei uns ist die Unterbringung der Aussiedler in Übergangswohnheimen. Häufig leben dort ganze Familien in einem Raum und das über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Dies führt zu Schwierigkeiten in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Hinzu kommen mangelhafte Sprachkenntnisse der Aussiedler und ihre andere Art, den Glauben zu leben.



Zielsetzung:



Orientierungslosigkeit, Unsicherheit im Hinblick auf das Neue und die Angst aufzufallen oder etwas falsch zu machen, wirken oft als Sperre. Deshalb müssen wir uns als christliche Gemeinden die Frage stellen, wie wir helfend eingreifen können, um auf Aussiedler einzugehen und sie auf diesem Weg in die neue Heimat zu begleiten.

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