sterbebegleitung ist lebenshilfe

Unsere Position


Durch gesellschaftliche Veränderungen und medizinischen Fortschritt finden Themen wie mögliche Lebenserwartung, Lebensqualität, Sterben wollen und können immer mehr Beachtung.

Wir setzen uns dafür ein, dass immer mehr Angebote für Menschen geschaffen werden, die in ihrer existenziellen Not am Lebensende – körperlich und seelisch – Unterstützung brauchen.

Insbesondere die christlichen Kirchen, Ehrenamtliche und Hauptamtliche leisten mit ihren ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativangeboten, aber auch mit ihrer Seelsorge einen wertvollen Beitrag.
Sie lindern Schmerzen, nehmen Einsamkeit und bieten menschlichen Beistand an.

Es ist uns wichtig, das Sterben zuzulassen, aber nicht das Leben vorzeitig zu beenden.


Durch persönliche Betreuung, pflegerische Hilfe und bestmögliche palliative Unterstützung setzen wir der Entscheidung zum Suizid eine Alternative.

Der Respekt vor dem Leben gebietet es uns, in schwierigen Situationen Not zu lindern, aber nicht die Selbsttötung zu fördern, weder als organisierte noch als kommerzielle Form der sogenannten Beihilfe.

 

Ärzte begleiten uns in verschiedenen Phasen des Lebens, worunter wir auch das Sterben verstehen.

Wir schätzen das medizinische Wissen zum Wohle der Patienten. Nicht immer bedeutet das, alles möglich zu machen, was heute schon medizinisch denkbar ist. Der Mensch soll entscheiden können, welche Therapien er noch zulässt und wo er seinen Tod akzeptiert.

Wo medizinisch keine Heilung möglich ist, kann oft eine gute medikamentöse Einstellung die Not lindern.

Aktives Eingreifen zur gezielten Lebensbeendung entspricht nicht unserem christlichen Selbstverständnis.

Einen ärztlich begleiteten Suizid lehnen wir ab.


Erfreulicherweise wächst das Bewusstsein für eine umfangreiche Betreuung von Sterbenskranken und ihren Angehörigen.
Professionelle Hilfeleisten dabei nicht nur speziell ausgebildete Pflegekräfte, Fachärzte und Palliativmediziner.

Auch eine Vielzahl an Ehrenamtlichen werden umfangreich qualifiziert und fachgerecht begleitet, so dass nicht nur die Sterbenden, sondern auch ihre Angehörigen in der Zeit des Abschiednehmens und der Trauer betreut werden können.

Um diesen Standard zu halten und ausreichend anbieten zu können, fordern wir einen weiteren Ausbau der ambulanten und stationären Hospiz-und Palliativversorgung und dessen finanzielle Absicherung.

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