Antisemitismus. Eine Herausforderung für die katholische Bildungsarbeit

Studientag für Mitwirkende in Seelsorge, Bildungseinrichtungen und Schule - 29. November 2021, Online-Tagung

Die Ablehnung und Ächtung von Antijudaismus und Antisemitismus gehören nach der Erfahrung des Nationalsozialismus zum Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft und sind auch in den Lehrplänen deutscher Bildungseinrichtungen est verankert.

Aber auch 75 Jahre nach der Shoah sind Antijudaismus und Antisemitismus in Schulen und Bildungseinrichtungen keineswegs überwunden. So ist „Du Jude“ eine häufig zu hörende Beleidigung auf deutschen Schulhöfen. Jüdische Schülerinnen und Schüler werden Opfer verbaler und physischer Angriffe.

Dieser Befund fordert auch die Kirchen als Trägerinnen zahlreicher Bildungseinrichtungen heraus. Mitarbeitende sind gefordert, ihre Einstellungen und ihre Äußerungen zum Judentum selbstkritisch zu prüfen. Wo sind heute noch antijudaistische Vorstellungen und Aussagen im kirchlichen Kontext (Liturgie, Exegese, Katechese und Verkündigung) anzutreffen? Wie kann von Christus ohne Antijudaismus gesprochen werden? Wie kann offenem und latentem Antisemitismus und Antijudaismus wirksam begegnet werden?

Über Jahrhunderte hinweg war die Einstellung der Kirchen zum Judentum von Antijudaismus und Antisemitismus gekennzeichnet. In der katholischen Kirche hat sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Sicht auf das Judentum grundlegend geändert. Trotzdem sind im kirchlichen Kontext auch weiterhin antijüdische Einstellungen anzutreffen.

Der Bericht der Bundesregierung zum Antisemitismus (2017) fordert, dass „eine lebendige Auseinandersetzung mit tradierter christlicher Judenfeindschaft […] Einfluss auf die praktische kirchliche Arbeit“ haben müsse.

Hierzu möchte der Studientag einen Beitrag leisten. Herzlich laden wir Lehrkräfte, Mitarbeiter*innen kirchlicher Bildungseinrichtungen, Katechet*innen und engagierte Ehrenamtliche zu einem offenen Austausch über eine wichtige Herausforderung der katholischen Bildungsarbeit ein.

Petra Dierkes, Hauptabteilung Seelsorge, Erzbischöfliches Generalvikariat Köln
Andrea Hoffmeier, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Tim-O. Kurzbach, Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln

Den gesamten Flyer finden Sie hier

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