„Meine Heimat ist das Klavier“ - Aehmad Ahmad in Köln

Seine Geschichte ging um die Welt. Bevor Aeham Ahmad nach Deutschland flüchtete, spielte der Pianist im Flüchtlingslager von Jarmuk während des syrischen Bürgerkriegs. In der vergangenen Woche war er zu Gast im Erzbischöflichen Irmgardis Gymnasium in Köln.

Plakatentwurf: Christian Bauer

Bild: D. Könen 2019

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Seine Geschichte ging um die Welt. Bevor Aeham Ahmad nach Deutschland flüchtete, spielte der Pianist im Flüchtlingslager von Jarmuk während des syrischen Bürgerkriegs. In der vergangenen Woche war er zu Gast im Erzbischöflichen Irmgardis Gymnasium in Köln. Rund 200 Gäste lauschten seinen Klavierklängen, die sich fortwährend auf Kurzberichte seines bewegten Lebens bezogen. Begleitet wurde Ahmad hervorragend von Konzertcellisten Cornelius Hummel. „Einmal mehr setzen wir mit dieser Veranstaltung einen Impuls für Menschlichkeit und Frieden“, sagt Diözesanrats-Geschäftsführer Norbert Michels. „Ich habe Aeham Ahmad vor wenigen Monaten kennengelernt und mir war sofort klar, dass wir diesen Ausnahmekünstler für einen Auftritt in Köln gewinnen müssen“, so Michels.  

Seit seinem fünften Lebensjahr lernte Aeham Ahmad das Klavierspielen, zunächst im Konservatorium in Damaskus. Kurz vor seiner Flucht, studierte Aeham Ahmad an der musikalischen Fakultät der Baath-Universität in Homs.

Jarmuk war seit 2013 von verschiedenen Parteien des Bürgerkrieges umkämpft. In der Folge dezimierte sich die Einwohnerzahl dramatisch. Während dieser Zeit transportierte Ahmad sein Klavier auf einem Anhänger und trat auf Straßen und Plätzen auf. Medienberichte dieser Konzerte, gingen um die Welt. Nachdem das Flüchtlingslager im April 2015 vom IS eingenommen worden war, zerstörten diese bei einer Kontrolle sein geliebtes Instrument – es wurde verbrannt. Die stetig anwachsende Gewalt war dann letztlich ausschlaggebend, seine Heimat und seine Familie zu verlassen. Im August 2015 floh der Pianist aus Jarmuk und kam über Izmir, Lesbos und die Balkanroute als Flüchtling nach Deutschland. Seine Familie folgte ihm im August 2016. Inzwischen leben sie zusammen in Warburg. Aeham Ahmad sagt selber: „Meine Heimat ist das Klavier“.

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