„Diözesansynode als verbindlichen Rahmen für die Zukunft“

„Wir müssen alles daransetzen, wieder einen echten Dialog zwischen dem Kardinal, den Verantwortlichen in Bistumsleitung und der Basis der Kirche zu schaffen. Das Missbrauchsgutachten des Erzbistums Köln wurde vor vier Wochen vorgestellt und wir merken gerade, dass wir nicht vorankommen. Wir laufen derzeit als Basis mit unseren Fragen und Anliegen gegen eine Gummiwand."

 

„Wir müssen die heißen Eisen jetzt gemeinsam mit der Bistumsleitung verbindlich besprechen, sonst wird man das bei den Menschen verloren gegangene Vertrauen nie wieder zurückgewinnen.“, stellt Tim-O. Kurzbach, Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, fest.

Kurzbach fordert: „Um eine gemeinsame Kirchenperspektive zu schaffen, fordern wir eine Diözesansynode, bei der alle Akteure der Kirche beteiligt werden und wir gemeinsam in einen echten Dialog treten. Die Diözesansynode soll einen verbindlichen Rahmen für die Zukunft des Bistums schaffen und die systemischen Ursachen für Missbrauch, welche die MHG-Studie benennt, thematisieren. Zudem soll die Synode soll gemeinsam geleitet werden. Natürlich sind wir auch für Vorschläge einer angepassten Form einer solchen Synode offen, der Synodale Weg wäre da ein gutes Beispiel.“

In dem Prozess bis zur geforderten Diözesansynode, ist den engagierten Katholikinnen und Katholiken die kurzfristige Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung wichtig, die paritätisch aus Vertretern des Bistums und der Basis besteht. Zudem betonen die Laien die besondere Wichtigkeit, dass die Räte, Verbände und Gruppierungen der Frauen verantwortlich einbezogen werden.

Während ihrer Vollversammlung beschließen die engagierten Katholikinnen und Katholiken eine Forderung, die unter dem Titel „Ein neuer Aufbruch muss her – eine Diözesansynode öffnet neue Wege der Zusammenarbeit und der Kommunikation!“ steht.
Die Ehrenamtlichen verdeutlichen darin, dass die katholische Kirche in Deutschland mit dem „Synodalen Weg“ eine Erneuerung in der Kirche in Deutschland bereits angestoßen hat. Durch eine Bistumssynode erhofft sich der Diözesanrat eine gemeinsame Kirchenperspektive, mit einer verbesserten Kommunikation und einen neuen Aufbruch, der auf Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit fußt, sowie ehrliche Geschwisterlichkeit als Handeln des christlichen Glaubens in den Vordergrund stellt.

Download des Beschlusses der Vollversammlung vom 17.04.21 hier

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