Ao. Sitzung der Vollversammlung: "Eine gemeinsame Kirchenperspektive erreichen"

„Wie bekommen wir Christus wieder für die Menschen vor Ort spürbar und erlebbar gemacht?“, fragt Tim-O. Kurzbach, Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, zu Beginn der außerordentlichen Vollversammlung.

 

Die Vollversammlung findet unter dem Eindruck der Berichte aus dem Diözesanpastoralrat statt, der kurz zuvor tagte und als wichtigstes Beratungsgremium von Kardinal Woelki gilt. Der Kardinal berichtete dort über die Konsequenzen, die er aus dem Missbrauchsgutachten zieht.
Selbst der Pressedienst des Erzbistums Köln resümiert in seiner Mitteilung über die Sitzung des Diözesanpastoralrates, dass in der Aussprache teils sehr unterschiedliche Einschätzungen über den Reformbedarf in der Kirche und im Erzbistum Köln zum Ausdruck gebracht wurden, zu denen dringend weiterer Gesprächsbedarf bestehe.

Kurzbach: „Wir sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, um eine gemeinsame Kirchenperspektive zu erreichen, an diesem Wochenende wurde dies nicht ausreichend klar. Zunächst müssen wir mal miteinander sprechen – in einem echten Dialog von zuhören und Antworten geben.“ Dabei sind die vollständige Aufarbeitung des Missbrauches, eine grundsätzliche Erneuerung des Machtsystems innerhalb der Kirche sowie die Frage der Menschenfreundlichkeit der Kirche die Kernthemen der Ehrenamtlichen.

Geschlossen unterstützen die Delegierten der Vollversammlung eine Erklärung des Katholikenausschusses der Stadt Köln. Der Kölner Katholikenausschuss fordert darin von der Leitung des Bistums, die zugesagte Missbrauchsaufklärungskommission zügig einzusetzen, diese interdisziplinär zu gestalten und die Rolle der Weihbischöfe und Geheimsekretäre im Missbrauchsskandal aufzuklären. Zudem erwarten die Kölner Laien, dass die im Gutachten benannten Handlungsempfehlungen zur Prävention in einem extern begleiteten Prozess konsequent umgesetzt werden. Die Vollversammlung ergänzt auf Antrag des Kreiskatholikenrats Rhein-Sieg die Erklärung, um den Zusatz, dass bei der weiteren Aufarbeitung des Missbrauches auch das Gutachten der Münchener Kanzlei „Westphal Spilker Wastl“ mit zu Grunde gelegt werden soll, welches das Erzbistum Köln bisher nicht in den Aufarbeitungsprozess einbezieht.

Köln, den 27.03.2021

Zum Download der Pressemitteilung zur ao. Vollversammlung geht es hier

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