Nachruf zum Tod von Joachim Kardinal Meisner

Am Morgen des 05.07.2017 ereilte uns alle die Nachricht vom plötzlichen Tod des ehemaligen Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner.

Wir haben in ihm immer einen engagierten Hirten gesehen, dem die Sorgen und Nöte der Christinnen und Christen seiner Diözese sehr am Herzen lagen.
Viele Gespräche und Begegnungen prägten dabei auch das Handeln des Diözesanrates Köln. Wir standen ihm in den schwierigen Fragen z.B. der Neuausrichtung des Erzbistums mit dem Rat der Laiinnen und Laien zur Seite und auch Gegenüber. Wir erinnern uns gerne an die guten und konstruktiven Gespräche, die zwar oftmals auch kontrovers in der Sache, aber immer zielgerichtet waren. Er war sich seiner Verantwortung gegenüber seiner Diözese und den darin lebenden Christinnen und Christen stets bewusst.

Seelsorger

Die Aufgabe des Diözesanrates lag in den Augen Meisners stets im Bemühen um die Pastoral und die Seelsorge für die Gläubigen in den Gemeinden des Erzbistums Köln. Aus seiner Sicht trugen wir mit unserem Engagement mit Verantwortung dafür, dass der Glaube weiterhin das Fundament im Leben der Menschen blieb. Er setzte sich stets für diesen Glauben ein „ob gelegen oder ungelegen“, wie sein Nachfolger jüngst sagte.

1998 unterzeichneten Erzbischof Joachim Meisner mit dem Diözesanrat das Kölner Manifest. Damit setzten beide - 750 Jahre nach der Grundsteinlegung des Kölner Doms - ein deutliches Zeichen, für die gemeinschaftliche Mitwirkung an der Zukunftsfähigkeit der Gesellschaftsordnung und einer menschenwürdigen Welt. Zeit seines Lebens lag dem verstorbenen Kardinal das gesellschaftspolitische Wirken „seiner“ Kirche am Herzen.

Stifter

Diese Verantwortung der Christinnen und Christen unterstrich der Alt-Erzbischof mit der Stiftung des Anton-Roesen-Preises. Der nach dem ersten Vorsitzenden des Diözesanrates (damals Diözesankomitee) benannte Preis, wird bis heute an Menschen und Gruppierungen aus dem Erzbistum Köln verliehen, die sich im Besonderen ihrer „Weltverantwortung der christlichen Gemeinde“ bewusst sind und diese leben, der Preis ist jährlich mit 5.000 Euro dotiert . 2017 wird der Preis im besonderem Andenken an den Verstorbenen zum 25.Mal verliehen.      

Kölner  

Kardinal Joachim Meisner, der 1933 in Breslau geboren wurde, trug nach seiner Bischofsweihe 1985 Verantwortung für das Bistum Berlin und von 1989 bis 2014 für das Erzbistum Köln. Wenn auch Anfangs die Liebe zum Rheinland noch fehlte, waren es die Kölnerinnen und Kölner, die „ihren“ Erzbischof einbürgerten. Fortan sah man Kardinal Meisner bei Spielen des 1. FC Kölns oder er empfing das Kölner Dreigestirn im Bischofshaus. Er identifizierte sich mit der Stadt und dem Rheinland mehr und mehr. Und so sollte diese Freundschaft mit Köln und dem Rheinland durch den XX. Weltjugendtag gekrönt werden.  

Über sich selbst sagte der Alt-Erzbischof einmal: „Ich bete jeden Tag das Stoßgebet der großen heiligen Teresia: ‚Nichts soll Dich ängstigen, nichts Dich erschrecken, alles geht vorbei, nur Gott bleibt derselbe. Wer Gott hat, der hat alles. Gott alleine genügt“. So gehen wir fest davon aus, dass er auch vor dem Sterben keine Angst hatte. Dies soll auch all denen Mut verleihen, die noch vor ihrem eigenen Tod stehen.

Ruhen Sie in Frieden, Herr Kardinal.

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