Solidarität mit der Aktion #wiegottunsschuf - „Wagt für die Liebe alles zu geben...."

Stellungnahme des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln zur Forderung der 125 in der Kirche beschäftigten Menschen, die sich in der beispiellosen Aktion #wiegottunsschuf geoutet haben

Unsere Kirche diskriminiert queere Menschen. Wir erwarten, dass die Diskriminierung und Formulierungen im Katechismus, die Diskriminierung im kirchlichen Arbeitsrecht und das „Nein“ der Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Liebe aufgehoben und endlich beendet werden.

Die Menschen, die sich in der ARD-Dokumentation „wie Gott uns schuf“ geoutet haben, geben damit Zeugnis, wie wichtig ihnen Kirche ist, dass Kirche für sie Heimat bedeutet. Wir sind betroffen, wie groß der Druck auf queere Menschen ist, die innerhalb der kirchlichen Strukturen arbeiten. Wir bewundern ihren Mut, die engen Grenzen dieser Strukturen zu durchbrechen. Sie bereiten damit den Weg in eine von Offenheit für die Liebe zwischen Menschen geprägte Zukunft und zwingen damit die kirchlichen Entscheider*innen ihre eigenen Strukturen zu reflektieren.

Kirche kann nur froh über alle Menschen sein, die bleiben und etwas verändern wollen, anstatt einfach zu gehen.

Wir sichern allen Menschen unsere volle Solidarität zu, die sich geoutet haben oder noch outen werden. Aber auch denen, die unter dem strukturellen Druck leiden und noch nicht den Weg eines Outings gehen konnten.

Es ist unsere Überzeugung, dass Gott die Liebe ist; dass er uns herausfordert und stärkt zu wagen, für die Liebe alles zu geben. Wir erwarten von unserer Kirche, dass sie alle Menschen darin unterstützt Liebe ohne Furcht zu geben.

Den Download der Stellungnahme gibt es hier

 

 

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