Jeder Mensch hat Verantwortung für das Gemeinwohl und braucht Solidarität

Stellungnahme des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln zur allgemeinen Impfpflicht und den Demonstrationen der Corona-Leugner

Aus der Überzeugung heraus, dass vor Gott alle Menschen gleich sind; dass jeder die gleiche Würde und Rechte trägt und aus der Verantwortung für den Nächsten, sagen wir deutlich: „Nein“ zu Extremismus und Rassismus, zu Antisemitismus und Homophobie.

Wir stellen – insbesondere in der derzeitigen Situation – fest, dass eine Demokratie immer standhaft und wehrhaft sein muss. Deshalb verurteilen wir aufs Schärfste die Demonstrationen der Corona-Leugner und Verschwörungstheoretikern, die anscheinend nur den Hintergrund haben, unsere Demokratie auszuholen und zu unterminieren.

Das Recht des Einzelnen kann niemals das Recht des Gemeinwohls übertreffen. Daher sind wir davon überzeugt, dass es dringend eine allgemeine Impfpflicht braucht. Wir fordern die Politik auf, nun endlich darüber zu entscheiden.

Wir sind schockiert darüber, dass Corona-Leugner, Reichsbürger und andere rechte Gruppierungen inzwischen unsere Demokratie und die demokratisch legitimierten Spitzenvertreter wie (Ober)-Bürgermeister*innen, Landräte*innen oder Landes- und Bundespolitiker*innen angreifen und dies nicht nur mit Worten, sondern auch körperlich. Das gefährdet unsere Demokratie. Hier muss unser Staat standhaft und wehrhaft sein, ein Zeichen setzen und mit aller Härte des Gesetzes durchgreifen.

Wir sind froh, dass sich inzwischen die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat impfen lassen und solidarisch miteinander ist. Wir müssen darauf achten, der unsolidarischen, lauten Minderheit der Impfgegnerin*innen nicht die Bühne zu überlassen.

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln fordert alle Demokrat*innen auf, Standpunkt für das Recht des Gemeinwohls zu beziehen und sich gegen diese Art der Demokratieverachtung, wie sie von Corona-Leugnern und rechten Gruppierungen betrieben wird, zu wehren.

Download der Stellungnahme hier

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