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07 Juli 2025

Diözesanrat will vielfältige Glaubenserfahrungen ermöglichen

„Erhebliche Herausforderungen“ im Erzbistum Köln sieht der Diözesanrat und macht daher in einer Stellungnahme „konstruktive Anregungen für eine gemeinsame Weiterentwicklung“. Die „Stellungnahme zur Geistlichen Vision für die Kirche von Köln und zur aktuellen Situation im Erzbistum“ wurde bei der Vollversammlung des Laiengremiums am vergangenen Wochenende im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg verabschiedet.

Kardinal Rainer Maria Woelki hatte im März eine „Geistliche Vision“ vorgelegt. „Die darin zum Ausdruck gebrachten Leitgedanken – wie der Wunsch nach einer Kirche, ‚die durch Erfahrungsorte des Glaubens wächst‘ und ‚eine neue Generation für das Evangelium gewinnt‘- finde grundsätzlich Zustimmung“, heißt es in der Stellungnahme der Vollversammlung. Der Diözesanrat kritisiert jedoch die Entfaltung dieser Vision: „Entscheidungsprozesse – insbesondere zur pastoralen Schwerpunktsetzung und Haushaltsplanung – fanden in einem begrenzten bischöflichen Rahmen statt, ohne eine gleichwertige Einbindung der gewählten Laienvertretung“.

Weihbischof Ansgar Puff betonte, der Vorstand des Diözesanrates habe seit einem dreiviertel Jahr wieder eine wichtige Rolle: „Der Vorstand des Diözesanrates ist eines von fünf Beratungsgremien des Erzbistums Köln“. Dieses Angebot zur weiteren Zusammenarbeit wurde angenommen, wie der Vorsitzende des Diözesanrates Tim-O. Kurzbach erläutert: „Wir sind gewählt, um die Stimmen der Gläubigen zu bündeln, Brücken zu bauen zwischen den Gemeinden und der Bistumsleitung, zwischen Basis und Leitung, zwischen Anspruch und Wirklichkeit.“

In seiner Stellungnahme formuliert der Diözesanrat aber auch konkrete Erwartungen: „Der Diözesanrat spricht sich deshalb dafür aus, bei zentralen pastoralen und strategischen Weichenstellungen frühzeitig einbezogen zu werden und Beteiligungsformate zu schaffen, die Rückmeldung und Veränderung von Entscheidungen ermöglichen.“ Tim-O. Kurzbach fasste zusammen: „Wir wünschen uns eine Kirche, die gemeinsam Verantwortung trägt. Eine Kirche, die Zeugnis gibt von einem Gott, der alle Menschen sieht, der zuhört, der mitgeht. Eine Kirche, die Raum schafft für vielfältige Erfahrungen mit dem Glauben – gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen.“

Weiteres Thema der Konferenz war die Wahl der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände am 8. und 9. November 2025. Einstimmig beschlossen wurde außerdem ein Antrag der Stadt- und Kreiskatholikenräte wonach eine ad-hoc Kommission eingerichtet werden soll, um über die Zukunft dieser Gremien zu sprechen. Schließlich wurde Norbert Michels nach 29 Jahres als Geschäftsführer des Diözesanrates verabschiedet und sein Nachfolger Michael Kasiske begrüßt.

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