Tugenden auf dem Prüfstand
Christliche Identität in einer pluralen Gesellschaft

Zusammenfassung:
Weshalb und wie sollen Eltern, Schule, kirchliche Gemeinschaften und alle, die Verantwortung tragen, zu Grundhaltungen wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und vielen weiteren solchen Eigenschaften erziehen? Die Antwort kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen und unterschiedlich ausfallen:

  • Man kommt häufig einfacher durchs Leben.
  • Besser: Die Gesellschaft braucht einen Minimalkonsens über Werte und Verhaltensweisen. Die genannten Tugenden gehören derzeit dazu.
  • Besser noch: Das Menschenbild unserer Gesellschaft betont die Würde und die Achtung des Menschen. Die Tugenden sind Ausdruck des Respekts vor den Mitmenschen und fördern den Respekt.
  • Vielleicht noch mehr: Über all dem täglich Realen strebt der Mensch nach Idealen, denen er sich zu nähern sucht. Dazu verhelfen ihm umfassende Werte, und um diese zu erreichen, eignet er sich eine Vielzahl helfender und hinführender Haltungen an, die in sich schon einen hohen Wert haben, deren konkrete Ausprägungen sich aber immer wieder an den Idealen orientieren müssen.
  • Christen sehen den Menschen und die Werte von Gott her. Christliches Verhalten soll daher Gottes Handeln spiegeln und Antwort auf seine Liebe sein. An der Liebe muss sich daher jede Tugend, jede Grundhaltung immer wieder neu messen.
  • Für den zweiten Teil der Frage müssen wir festhalten: Jeder Wert, jede Grundhaltung, jede Tugend muss einsichtig gemacht werden und darf nicht als Grundsatz erscheinen. Sich in Frage stellen zu lassen und sich rechtfertigen zu können, gehört zu den Eigenschaften insbesondere der Haltungen, die die Bezeichnung Sekundärtugenden tragen.

Gut, dass sich diese verschiedenen Ebenen miteinander verbinden lassen und dass sich Menschen unterschiedlicher Überzeugungen auf gleicheWerte im Leben einigen können!


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